Taubnessel

Lamium maculatum – Bewährt bei vielen Frauenleiden – entzündungshemmend und gute Salatbeigabe.
Taubnesseln haben ähnliche Blätter wie Brennnesseln, man kann sie aber bedenkenlos anfassen, ohne “verbrannt” zu werden. Am häufigsten findet man hier die Weiße Taubnessel, die quirlständige, weiße Lippenblüten trägt.

Wenn man eine Blüte abzupft, kann man das hintere Ende mit den Zähnen ausdrücken und so den süßen Nektar schmecken – wenn einem nicht schon die Bienen zuvor gekommen sind.
Die ganze Pflanze ist essbar und schmeckt pilzähnlich, die Wurzeln können im Herbst ebenso roh gegessen werden. Die Früchte kann man sammeln und daraus Keimlinge für Salat ziehen.

Die gelb blühende Goldnessel (Lamium galeobdolon), zum Teil mit weißen Flecken auf den Blättern (Silberblättrige Goldnessel), kann man auch im Winter finden und essen. Die Gefleckte Taubnessel (L. maculatum) hat pink-violette Blüten mit dunklen Flecken und kann wie die Weiße Taubnessel verwendet werden, während die Purpurrote Taubnessel (L. purpureum) mit ihren herzförmigen Unterlippen von manchen als eher streng beschrieben wird.

In der Küche


Verwendet werden die Blätter, die einen mildwürzigen Geschmack haben und die Blüten mit ihrem honigsüß-aromatisiertem Geschmack. Die frischen Blätter eignen sich gut in Salaten, Suppen, Saucen, Kräuterbutter, als Zusatz für Kräuteröle, Zubereitet wie Spinat und als Tee. Die Blüten eignen sich als essbare Dekoration in Wildkräutersalaten, Süßspeisen und Fischgerichten.

In der Heilkunde


Taubnesseln haben eine entzündungshemmende, antibakterielle, blutstillende, verdauungsfördernde, schleimhautschützende und harntreibende Wirkung und werden zur Behandlung von Hautkrankheiten, Entzündungen der Mundschleimhaut, Katarrhen der oberen Luftwege und verschiedenen Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt.
Literatur
  • “Was blüht denn da? Der Fotoband” (2010) – Spohn, M., Aichele, D., Kosmos-Verlag.
  • “Essbare Wildpflanzen” (2017) – Fleischhauer, S.G., Guthmann, J., Spiegelberger, R., AT-Verlag.
  • „Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und der angrenzenden Länder“ (2011) Seybold, S., Quelle & Meyer Verlag