Engagiert für Ernährungssouveränität in Afrika

Deutschland und Europa sind im hohen Maße von Afrika und dem Mittelmeerraum, seinen Agrarerzeugnissen und Rohstoffen abhängig. Und dennoch erreicht nur wenig der aus diesem Handel resultierenden Profite Afrika selbst. Gleichzeitig strömen Massen von Menschen nach Europa, um sich dort eine bessere Zukunft zu erarbeiten oder weil ihre Perspektiven in ihrem Heimatland durch internationale Investoren und den Ausverkauf von Fangrechten zerstört wurden. Und Europa versucht sich abzuschotten. Die Warenströme werden akzeptiert und subventioniert, mit den Menschen hat man jedoch ein Problem.

Jedoch wie Papst Franziskus vor dem Europa Parlament 2014 ausrief:

“Es kann nicht hingenommen werden, dass das Mittelmeer zu einem riesigen Friedhof verkommt.”

Ferner führt er aus, dass die Gründungsväter der Europäischen Union den Menschen in erster Linie nicht als Bürger und auch nicht als wirtschaftliches Subjekt gesehen haben, sondern als Mensch mit all seiner Würde. Die europäische politische Wirklichkeit ist davon meilenweit entfernt.

Eine gesellschaftliche Zukunft in Europa und für Afrika ist jedoch undenkbar ohne eine Rückkehr zu diesen humanistischen Überzeugungen. Allein die Ablehnung jeglicher individualistischer, wirtschaftlich multinationaler oder nationaler Interessen kann einen globalen und fairen Ausgleich schaffen, der jedem Menschen, jedem Tier und der Umwelt – egal welcher Nation – die Würde zurück gibt. Die Realität heute sieht aber noch ganz anders aus. Während Europa sich bei den Handelsabkommen TTIP und CETA ziert, hat es Afrika längst mit dem Handelsabkommen EPA in die Knie gezwungen. Und die angesehene Oxfam Organisation und andere NGO’s kritisieren zu Recht, dass die neue Allianz für Ernährungssicherheit der G7 Staaten den afrikanischen Bauern ohne jede Schonung Agrartechnologie aufzwingt,

die weder ihren Bedürfnissen noch ihren Möglichkeiten entsprechen und nur für den Ernte-Export zurück in die Industrieländer geeignet sind.

Und während in den Teilen Afrikas, welche schon jetzt die größten Exporteure von Kaffe, Südfrüchten, Soja und Mais sind, Hunger herrscht, werden in der Europäischen Union jedes Jahr Tonnen von Lebensmitteln weggeworfen. Allein diese weggeworfenen Lebensmittel würden ausreichen,um das Defizit an Nahrungsmitteln weltweit 2,5 mal auszugleichen. Und nicht wenige Rohstoffe dieser Lebensmittel stammen selbst aus Afrika. Und gleichzeitig vernichten unsere Exporte massiv subventionierter Agrarerzeugnisse die bäuerliche Landwirtschaft in Afrika.

Afrikas Kleinbauern unter Druck

Die ländliche Agrawirtschaft bricht unter dem Druck der subventionierten Billigimporte zusammen. Ausländische Investoren kaufen massiv Agrarflächen auf und vertreiben Kleinbauern. Die Industrieländer fördern bevorzugt Projekte für den Futtermittel- und Genussmittel-Export und zerstören seit Jahren die Ernährungsouveränität Afrikas.

Massengrab Mittelmeer

Die EU zerstört Afrikas Wirtschaft mit subventionierten Agrar-Überschüßen und dem Aufkauf von Fangrechten.  Auf der anderen Seite erschwert die europäische Union den Zugang zu ihren Märkten für afrikanische Produzenten weiterhin.

Mit den Flüchtlingen ihrer Wirtschaftspolitik tut sich Europa  jedoch schwer.

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Agrarflächen für unseren Genuß

Auf 80% der weltweiten Agraflächen werden für 20% der weltweiten Nahrungsmittelkalorien erzeugt,esgeht um Fleisch- und Milcherzeugnisse. Genussmittel wie Kaffee, Südfrüchte, etc. und Bio-Sprit sind hier nicht einmal berücksichtigt. Die Landkarte des Hungers ist deckungsgleich mit der Landkarte des Futtermittel- und Genußrohstoffe-Exports aus Afrika.

Afrika vor Ort unterstützen – europäische Agrarinteressen boykottieren

Die Ernährungssouveränität in Afrika ist durch den Einfluss globaler Agrarinteressen so sehr gefährdet und gleichwohl ist unsere Rolle als Handelsgewinner so überdeutlich. Lilies n’ birds folgt hier der Einschätzung des Weltagrarberichts (Agriculture at a Crossroads), der von den Vereinten Nationen 2003 beauftragt und 2008 durch den Weltagrarrat (International Assesment of Agriculture Knowledge, Science and Technology for Development) 2008 veröffentlicht wurde und darüber hinaus von zahlreichen Organisationen unterstützt wird (UNEP, WHO, UNESCO, Misereor, Greenpeace, Brot für die Welt, etc.).

Heute ist Afrika mit seinem ausserordentlich fruchtbaren Agrarflächen zu einem Spielball multinationaler Agrarinteressen geworden.

In der kommunikativen Tätigkeit des Büros nimmt daher der Kontinent Afrika und die Unterstützung von bäuerlichen Agrarinitiativen in Afrika einen wichtigen Teil ein. Hierzu existiert unter Anderem der Fotoblog “Dear-Ndugu”, welcher die Briefe an das Patenkind, Ndugu, in Uganda zweisprachig wiedergeben wird (Link zum Fotoblog folgt, Website ist zur Zeit im Umbau).

Das Büro unterstützt regelmäßig Projekte von deutschen Trägern, welche unabhängige lokale Projekte in Afrika unterstützen, die nicht durch multinationale Agrarinteressen belastet sind und tatsächlich den Menschen in Afrika vor Ort eine neue Perspektive bieten. Eine Spendenhistorie und Darstellung geförderter Projekte wird zukünftig auf dieser Website bekanntgegeben.

Die Europäische Union treibt Afrika in die Armut

SPIEGEL TV Special über einen Teufelskreis, der seinen Ursprung in der europäischen Subventionspraxis hat.

Der Beitrag zeigt deutlich, wie Europa Afrika mit subventionierten Exporten und Ausverkauf von Fangrechten in die Knie zwingt. Nicht behandelt werden die umgekherten Warenströme, von Kaffee, Banannen, seltenen Erden und Landgrabbing in Afrika. 

Deutsche Entwicklungshilfe – gekapert von BASF und GENtechnik

WDR – dieStory 2012 über Landgrabbing und veruntreute Entwicklungshilfe in Afrika

Afrika verfügt über hervorragenden Agraflächen und ist seit Jahren ein beliebtes Ziel für ausländische Investoren. Die deutsche Entwicklungshilfe unterstützt  die Expansion deutscher Wirtschaftsinteressen und fördert die Vertreibung von Kleinbauern.  

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